Topfpflanzen als (Über)lebenshilfe


In Sri Lanka reicht das Familienbudget oft nicht aus, auch nur die notwendigsten Ausgaben zu bestreiten. Für diese Familien bedeutet das einen nahezu täglichen Existenzkampf.

Die Mutter von Nethmi und Himansa hatte lange versucht, mit dem Züchten und dem Verkauf von Topfpflanzen einen bescheidenen Zuschuss zum Familienetat zu erwirtschaften – allerdings mit wenig Erfolg. Ihr fehlten einfach die Mittel. In dieser Situation bat sie Ward25 verzweifelt um Hilfe. Kürzlich wurden ihr nun durch die Ward 25 Group die notwendigen zusätzlichen Pflanzen und Gartengeräte beschafft und übergeben. Diese Hilfe zur Selbsthilfe wird ihr und ihrer Familie endlich die so wichtige kleine Einkommensquelle sichern.

Was dieses relativ Wenige in Sri Lanka bedeutet, können wir hierzulande kaum ermessen.
Dort jedenfalls hilft es einer Familie zum (Über)leben. Grund genug …

Einige der bereitgestellten Topfpflanzen

Neue Gerätschaften

Nethmi mit dem neuen Gartenschlauch

Bei der Arbeit

Nethmi und Himansa helfen

Cricket, Carrom und andere Leidenschaften

Cricket – diese traditionell von vielen Menschen in Sri Lanka geteilte sportliche Leidenschaft ist dort allgegenwärtig. Spiele der Nationalmannschaft sind ein gesellschaftliches Großereignis, Kinder spielen es auf staubigen Plätzen, am Strand, auf jedweden halbwegs geraden Flächen, sie improvisieren mit einfachsten Mitteln. Auch in den Schulen versucht man, diesen und anderen Sport wie Volleyball, Fußball oder Badminton, zu fördern. Das gilt auch für Spiele, wie das äußerst populäre Carrom (ein Geschicklichkeits-Brettspiel), Schach oder Dame.

Was aber tun, wenn – wie nahezu überall in Sri Lanka – die Mittel für die Anschaffung der dafür unerlässlichen Spiel-, Sportgeräte und -ausrüstungen fehlen?

Drei weiteren Schulen mit insgesamt etwa 1000 Schülerinnen und Schülern konnte Ward 25 nun helfen: der Walagamba School in Galapitamada, der Welikanna Roman Catholic School und der Eswatta Pandukabhaya School im Raum Awissawella. Jahrelang hatte man dort vergeblich versucht, die sehnlichen Wünsche der Kinder danach erfüllen zu können.

Erlebt zu haben, mit welcher Freude nun all diese Sachen in Empfang genommen und mit welcher Leidenschaft sie sofort ausprobiert wurden – das allein ist es, was jede Mühe, jeden gespendeten Euro wert war.

In voller Cricket-Ausrüstung

Gedränge um die neuen Sport- und Spielgeräte

Gleich ein erstes Dame-Match

Beim ersten Federballspiel

 

Für die Schule (aus)gerüstet

Es bleibt für uns kaum vorstellbar, dass es in Ländern wie Sri Lanka Familien schwer haben, ihre Kinder für die Schule auch nur mit dem Notwendigsten auszustatten. Jede Rupie dort, die für uns hier nicht mal einen Cent-Betrag bedeutet, dient zuallererst einmal Nahrung und Kleidung, oft bleibt danach kaum noch etwas übrig …

Wie wichtig es ist, hier helfend wirksam zu werden, haben wir in der Vergangenheit viel erfahren und entsprechend gehandelt.

Jüngstes Beispiel ist die Marichchikattuwa Primary School in Puttalam an der Westküste
Sri Lankas, ca. 150km nördlich von Colombo. Dort waren es das Lehrpersonal und Eltern, die für besonders betroffene Kinder um Hilfe baten.

Die Ward 25 Group stellte aus unseren Spendenmitteln für über 50 Kinder entsprechende Schulmaterialien und Hilfsmittel zusammen: vom Rucksack bis zur Wasserflasche, vom Malblock bis zum Radiergummi. Wie solche teilweise „Pfennigartikel“ gewertschätzt werden, wurde bei der Übergabe der großen Beutel mit jeweils all diesen Dingen deutlich: jedem der Kinder war die Freude darüber anzusehen, eine Mutter sprach so bewegende Worte der Dankbarkeit, dass sie selbst in Tränen ausbrach …

Allein solche Momente sind jede Mühe, jede Anstrengung und jeden Euro wert – deshalb werden die Kinder dieser Schule auch nicht die letzten sein, denen wir auf diese Weise helfen…

Schulutensilien-Set

Freude und Stolz …

Tage, wie keine anderen …


Das Ward 25 – Patenkindertreffen : nach wie vor DAS Ereignis im Jahr für alle unsere Patenkinder:

Ein Wochenende gemeinsam mit den anderen Patenkindern
ein Wochenende einmal ganz ohne familiäre Aufsicht
ein Wochenende einmal ganz unbeschwert und ohne Sorgen
ein Wochenende mit Spiel, Spaß und Überraschungen
ein Wochenende mit ausreichendem und tollem Essen, ungewohntem Komfort
kurz – ein Wochenende, ganz für sie allein …

Im Januar 2018 fand es zum 16. Mal statt und es war –  so berichtete das Ehepaar Frey, das diesmal von uns mit dabei war – „ … einfach unvergesslich ! … „.

Beide sahen es, wie 40 Kinder im Dampe Village Hotel Piliyandala, etwa 30 km südlich von Colombo am Bolgoda Lake, erwartungsfroh mit dem Bus eintrafen, nachdem sie vorher von Angehörigen zum Treffpunkt in Colombo gebracht worden waren. Einige Kinder kannten sich schon, andere kamen zum ersten Mal. Wobei – „Kinder“ waren einige von ihnen schon nicht mehr, denn manche sind mittlerweile bald erwachsen. Was in den beiden Tagen darauf folgte, war ein gemeinschaftliches Beisammensein, das von viel Freude und Spaß für alle geprägt war.
Das Programm beinhaltete als Höhepunkte beeindruckende künstlerische Darbietungen eines jeden Patenkindes, den Austausch von Patengrüßen und -geschenken, eine Ausfahrt u.a. mit dem erstmaligen Erleben eines 3D-Kinos, der Hotel-Swimmingpool, lustige Spiele, Musik und Tanz. Als zum Abschied der unvergesslich schönen Tage von einigen Kindern unsere Nationalhymne auf Deutsch (!) gesungen wurde, gab es bei unseren Vertretern, wie sie sagten, „Gänsehaut pur“ …
Allen Patenkindern waren die Freude und Gelöstheit anzumerken, die sie in diesen ganz besonderen Tagen des Jahres erleben durften.

Großer Dank der Ward 25 Group in Sri Lanka, die wiederum alles unter zunehmend schwierigen Bedingungen hervorragend organisiert und vorbereitet hatte, Dank den Paten und anderen Spendern, die dieses Ereignis auch in diesem Jahr Wirklichkeit werden ließen!

Jedes Kind überraschte mit einer schönen Darbietung

Selbstgebasteltes für die Paten

Ausgelassenheit im Hotel-Swimmingpool

Spaß und Spiele gehörten zum Programm

Bisher ungekannt – ein Büffet

Der Bus – zum Ausflug nach Colombo bereit

Gemeinsame besinnliche und stimmungsvolle Momente

Die Abschlussparty mit Musik und Tanz

 

Freude beim Malen und Zeichnen

 

Sogar Kandy-Dancer kamen zur Feier der Übergabe

Es ist immer wieder beeindruckend zu erleben, mit welcher Freude und mit welch großem Talent Kinder in Sri Lanka musischen Neigungen nachgehen. Das gemeinsame Singen sowie das Tanzen, die Bewegung nach traditioneller oder modernerer Musik,  sind – besonders unter Mädchen – sehr weit verbreitet und tief im Alltag verwurzelt. Zu diesen Neigungen und Talenten gehört unbedingt auch das Malen und Zeichnen, das unter Mädchen und Jungen in Sri Lanka gleichermaßen verbreitet ist. Voraussetzung hierfür sind allerdings überall die hierfür notwendigen Mal-und Zeichenutensilien. Für sie ist meist kein Geld übrig. Welche Talente in den Kindern stecken und wie sehr es wichtig ist, sie hierin zu fördern, haben jüngst Kinder und Jugendliche des Bandaranayaka Colleges im Mahiyangana District bewiesen. Ihnen wurden durch die Ward 25 Group in Sri Lanka aus unseren Spendenmitteln alle erforderlichen Utensilien wie Zeichenpapier, Stifte, Pinsel, Farben etc. zur Verfügung gestellt. Die Übergabe der Materialien war an der Schule ein Großereignis, das entsprechend feierlich begangen wurde. Welche Dankbarkeit, Befriedigung und Freude die Kinder darüber empfanden, sah man an ihren Gesichtern und der Leidenschaft, mit der sie sich jetzt dem Malen und Zeichnen hingeben konnten …

Neue Schulpartnerschaft mit gelungenem Auftakt

Das diesjährige Herbstfest der Grundschule im Drammetal in Dramfeld bei Göttingen stand unter einem ganz besonderen Motto: „Wir helfen Kindern in Sri Lanka!“ Ursprung dieser Idee war die vorher lange vorbereitete und letztlich gemeinsam beschlossene neue Ward 25 – Schulpartnerschaft mit einer Grundschule in Sri Lanka: der Balawala Primary School, etwa
60 km nordöstlich der Hauptstadt Colombo gelegen. Der Gedanke, mit den Einnahmen des Herbstfestes einen ersten Beitrag zur Unterstützung dieser Schule zu leisten, beflügelte alle:
die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klassen, die Lehrerinnen, die Schulleitung und die Elternschaft. Wie ideenreich und mit wie viel Einsatz zu Werke gegangen wurde, war schlichtweg großartig: jede Klasse bot wunderschön Gebasteltes oder anderweitig Selbstgestaltetes zum Verkauf an. Zahlreiche Eltern, Verwandte und andere Besucher sorgten für ein tolles Büfett, besuchten die Stände, die vielen anderen vorbereiteten Aktivitäten einzelner Klassen und – sie öffneten dafür gern ihre Portemonnaies…
Das Ergebnis erfüllte am Ende alle Beteiligten mit Freude und Stolz: 647,18 Euro können nun nach Sri Lanka überwiesen werden! Was mit diesem Geld geschieht und wie es mit der Schulpartnerschaft weitergeht: Wir werden darüber berichten!



Werkzeuge für den praktischen Unterricht

Wenn in Sri Lanka ein Lehrplan beschlossen wurde, der Mechanik bzw. Maschinentechnik in die technischen Ausbildungsrichtungen integriert, dann ist das ganz sicher ein guter Ansatz.
Nur – wenn die dafür benötigten Mittel für den praktischen Unterricht nicht oder nur unzureichend bereitgestellt werden, dann ist dieses Vorhaben so gut wie zum Scheitern verurteilt. Eine der betroffenen Schulen war bis vor Kurzem die Wavitha Maithree School in Bandaragama, ca. 40 km südlich von Colombo, eine große Schule mit 800 Schülerinnen und Schülern. Durch unsere Spendengelder war es möglich, dass dieser Schule im November umfangreiches Equipment, wie Elektro-, sonstige Werkzeuge sowie Hilfsmaterialien bereitgestellt werden konnte. Die Schule drückte im Rahmen einer Übergabeveranstaltung ihre tiefe Dankbarkeit aus, Schülerinnen und Schüler demonstrierten kurz darauf bereits erste praktische Fertigkeiten. Der erste Schritt in eine erfolgreiche Ausbildung …


Kleines für kleine Patienten

Spezialflasche mit -nippel für Babynahrung

Das Lady Ridgeway Hospital in Colombo hat eine Station, in der Kinder mit Zahn-, Kiefer- bzw. Gaumenmissbil-
dungen, wie z.B. Gaumenspalten, behandelt werden. Davon betroffene Neugeborene sollten in den ersten 3 Monaten operiert werden, jedoch gibt es lange Wartelisten, wonach die Operation teilweise erst nach einem Jahr vorgenommen wird. Bis dahin benötigen die Mütter für Flaschennahrung spezielle Babyflaschen und anderes Zubehör. Die Kosten dafür sind selbst zu tragen. Einige von ihnen können jedoch die 1250 SLRupees für ein komplettes Set (Flasche und Nippel) – gerade einmal 7-8 Euro – schlichtweg nicht aufbringen. Zudem benötigt man zumindest 2 solcher Sets. Pro Monat sind es ca. 60 Flaschen-Sets sowie weiteres Zubehör, das an Mütter ausgegeben werden könnte – wenn es denn die Mittel dafür gäbe! Ward 25 hat hier jüngst Abhilfe schaffen können, indem es dem Krankenhaus mehrere Sets und Zubehör zur Verteilung zur Verfügung gestellt hat. Das Problem aber bleibt auch weiterhin …

Kleine Luftturbine

Eine (gar nicht so) besondere Schule …

„Inklusion an Schulen“ – hierzulande noch immer ein Diskussionsthema – wird in Sri Lanka schon lange mit größerer Selbstverständlichkeit gelebt. Ein Beispiel hierfür ist die Andiambalama Buddhist Primary School etwa 40 km nördlich von Colombo in der Nähe des Katunayake Flughafens, die kürzlich Ziel eines weiteren Ward 25 – Schulprojekts war. Unter den etwa 400 Schülerinnen und Schülern werden 8 behinderte Kinder separat unterrichtet bzw. betreut, aber sonst ganz normal in das Schulleben integriert. Dies allerdings jedoch – wie nahezu überall in
Sri Lanka – meist mit fehlenden oder äußerst bescheidenen Mitteln. Kein Wunder also, dass die Stapel neuer Bücher für die Schulbibliothek, eine Menge Lernspielzeug und einige Musikinstrumente, die von unseren Spenden durch die Ward 25 Group gekauft und übergeben wurden, große Freude bei den Kindern auslösten. Klar auch, dass von ihnen gleich alles „in Beschlag genommen“ wurde …

Wenn das Geld nicht mal für Schuhe reicht, …

Wenn das Geld für Schuhe nicht reicht!

… die umgerechnet gerade mal etwa 6-7 Euro kosten, dann ist man wirklich arm.
Kinder, die in einem ähnlichen Zuhause leben wie unten zu sehen, mit Schuhen, die nur noch notdürftig zusammengehalten werden, sind einfach auf Hilfe angewiesen.
Diesmal waren es 22 Schülerinnen und Schüler der abgelegenen Daraluwa-Schule in Maakumbura, im Kurunegala Distrikt, an die wir neue Schuhe ausgegeben haben.
Die unten sichtbare Freude der Mädchen und Jungen, die große Freude über diese für uns „kleine Sache“, ist ein weiteres Beispiel dafür, mit wie wenig Mitteln man  viel bewirken kann …