Die Sache mit dem Spenden

Kleine rein ehrenamtlich geführte Vereine wie wir finanzieren sich ausschließlich durch Geldspenden. Auch Ward 25 sieht im Spenden von Geld die flexibelste Spendenform, denn sie haben eine direkte Wirkung, sind bedarfsorientiert, effizient und zudem für den Spender relativ einfach zu leisten, z.B. mit einem einfachen Klick.

Oft sind es jedoch auch Ideen von Einzelnen, Spenden zu akquirieren, indem anderen Menschen unser Anliegen und unsere Ziele nahegebracht werden. Am besten geschieht das zusammen mit emotionalen Schilderungen, mit eigenen Erfahrungen, mit Transparenz, mit Glaubwürdigkeit.

Es seien hier aus 2025 nur drei Beispiele persönlicher Initiativen genannt und gewürdigt:

Frau Gerlinde Kubach aus Villingen-Schwenningen feierte im Spätsommer im großen Kreis ihren 80. Geburtstag.
Im Vorfeld machte sie mit Hinweis auf ihr Engagement für Sri Lanka bekannt,
auf Geburtstagsgeschenke jeglicher Art verzichten zu wollen und ihr stattdessen mit einer Spende für Ward 25 die Ehre zu erweisen.
Am Ende kamen sagenhafte 1.000 Euro zusammen …


Frau Patricia Brenneke
aus Pattensen hatte die Idee, einen Weihnachtsbaum im Foyer des stark frequentierten örtlichen Sport- und Gesundheitszentrum Integra durch Spenden für Ward 25 schmücken zu lassen.
Der Schmuck aus Holz konnte dort für eine beliebige Spende käuflich erworben und dann – mit einem Namen oder persönlichen Gruß versehen – selbst an den Baum gehängt werden.

Das Spenden(baum) – Resultat: 274,86 Euro!


 

 

Herr Martin Radmann aus Hannover ist ein begnadeter Hobby-Fotograf. Von seinen Reisen nach Sri Lanka brachte er stets sehr schöne, interessante und eindrucksvolle Fotos mit.
Ihm kam jüngst die Idee, eine Auswahl dieser Fotos in einem Jahreskalender für 2026 zusammenzustellen. Dieser kann ab sofort käuflich erworben werden*. Sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf werden gemäß seinem Wunsch als Spende für Ward 25 verwendet.

 

All diese Initiativen sind nicht nur aus dem Bestreben entstanden, wirksam zu akquirieren,
sondern auch, um Andere für unsere Sache zu interessieren und sie für eine Mithilfe zu motivieren. Das zu realisieren, ist jedoch im Gegensatz zum „einfachen Klick“ für denjenigen immer mit Aufwand, Zeit oder persönlichem Verzicht verbunden. 

Das auf sich zu nehmen, ist das Besondere.
Deshalb gilt ihnen und den anderen auch unser ganz besonderer Dank!


* Ward 25 – Tischkalender 2026,
tel. oder per Email über Michaela El-Salamony, 0511/6476872,
m.el-salamony@ward25.de
Preis? Nach Belieben.. Die  Kosten für die Herstellung betragen jedenfalls  6,60€ pro Stck…. 
Kto: Commerzb. Hann., DE18 2504 0066 0480 9869 00, SPK Schwarzw..-Baar, DE17 6945 0065 1150 2575 25

 

Naturkatastrophe in Sri Lanka –
Klasse aus Peine an Soforthilfe beteiligt

In jedem Jahr ist dieses kleine Land von schweren Regenfällen, Überschwem- mungen und Erdrutschen betroffen.
In diesem Jahr jedoch waren die Folgen des Zyklons Dithwa Ende November schlimmer als nahezu alles bisher Dagewesene: Mindestens 400 Tote, Hunderte Vermisste, Zehntausende verloren ihr Zuhause, vielerorts eine zerstörte Infrastruktur, wie Brücken, Straßen, Versorgungs- leitungen u.a.. Insgesamt waren und sind über 2 Millionen Menschen in Sri Lanka von den Folgen dieser Naturkatastrophe betroffen…

Angesichts eines solch riesigen Ausmaßes an Not und Verzweiflung der Menschen dort erscheint es nun kaum nennenswert, eine kleine Ward 25 – Hilfsaktion herauszuheben, die unmittelbar nach der Katastrophe im ebenso stark betroffenen Colombo stattfand.
Das Besondere aber – an ihr waren Spendenmittel beteiligt, die von Schülern der heutigen Klasse 7e des Gymnasiums am Silberkamp in Peine aufgebracht wurden. Ward 25 erhielt sie einmal von der Klasse mit der Bitte, über die Verwendung ihrer Spende zu berichten.
Dieser Bitte kommen wir hiermit sehr gern nach:

Wissend, dass die Not immer (!) bei den Ärmsten der Armen am größten ist, wurden Lebensmittelpakete gepackt.  

Jedes enthielt 10kg Reis, 1kg Dhal (Linsen), Soja, Nudeln, Tee, 1 kg Zucker, Milchpulver, 1kg getrockneter Fisch, Dosenfisch, 1 Fl. Öl.
Mit ihnen ging es dann in eine der am meisten betroffenen (und berüchtigten) Gegenden Colombos, in denen über 100 Menschen so gut wie alles verloren hatten, es kaum noch Nahrungsmittel gab. Aus der Spende der Klasse 7e erhielten 11 Familien zumindest für einige Tage genügend Lebensmittel!












Die Betroffenen wissen nichts von ihr, aber die Klasse und wir können immer in dem Bewusstsein leben, einigen Menschen aus größter Not geholfen zu haben!
Allein das ist sicher für uns alle Dank genug…

Übrigens: So hoch stand dort das Wasser in den Häusern…

Wie man mit Kuchen Gutes tut …

… zeigen seit über 10 Jahren auf beeindruckende Weise die Kinder der Ernst-Reuter-Schule in Edermünde-Grifte. So gut wie jeden letzten Dienstag im Monat übernimmt eine Klasse dieser Grundschule einen Kuchenverkauf. In Vorbereitung dessen helfen jeweils deren Eltern mit, indem der Kuchen zu Hause gebacken, mit in die Schule gebracht, dort präsentiert und allein von den Kindern zum Verkauf an die Mitschüler in der ersten großen Pause zum Stückpreis von 50 Cent angeboten wird. Bereits die 1. Klassen sind daran beteiligt!                     
                                                                Warum tun sie das?
Weil sie wissen, dass sie damit Gutes tun, denn mit den Erlösen ihres Verkaufs helfen sie Kindern in Sri Lanka, insbesondere denen ihrer dortigen Partnerschule, der Prathiba-Primary School. Sie wissen, dass es den Kindern dort bei weitem nicht so gut geht wie ihnen. 
Sie haben erfahren, unter welchen von großer Armut geprägten Bedingungen die Kinder ihres Alters in diesem fernen Land leben und lernen müssen.

Bereits 2012 wurde gemeinsam mit der Schulleitung, dem Kollegium, den Eltern und
Ward 25 der Gedanke einer Schulpartnerschaft mit einer Schule in Sri Lanka geboren, der bis heute mit Leben erfüllt wird. Ein wesentlicher Grundpfeiler dafür ist eben dieser Kuchenverkauf, der seitens aller Beteiligten jedes Mal von viel Engagement geprägt ist.

Es ist ein Erlebnis, zu beobachten, mit welcher Hingabe und Begeisterung die Kinder
„bei der Sache“ sind. Immer wieder macht es jedes Kind am Ende stolz, einen Verkaufserlös erzielt und damit einen Beitrag geliefert zu haben, der dann als Spende der Ernst-Reuter-Schule an Ward 25 überwiesen wird. Wir finanzieren damit u.a. für die Partnerschule eine regelmäßige Frühstücksversorgung, Lern-, Lehr- und Hilfsmittel, Schulausrüstungen, Spiel- und Sportgeräte u.v.m.

Jährliche Informationsveranstaltungen zum Thema „Sri Lanka“ – insbesondere für die neu hinzugekommenen Jahrgänge – helfen, den Grundgedanken „Kinder helfen Kindern“ weiter wach zu halten und zu fördern. Dieses Anliegen wird sicher auch weiterhin unsere Zusammenarbeit bestimmen.

Ward 25 bedankt sich ganz herzlich, besonders bei den Kindern und Eltern,
die mit Kuchen so viel Gutes tun!

Bereit zum großen Tag!

Eine 4.(Paten-)Klasse zur Unterstützung der Erstklässler

Es kann losgehen!

Lebhaftes Verkaufsgeschehen!

Patenkind Nimshi schnellste Schülerin des Landes!

Es hatte sich abgezeichnet …
Als 2024 für die damals
12-jährige Ekanayake Mudiyanselage Nimshi Ruwasha aus Horana
(etwa 20 km von Colombo entfernt) eine Ward 25 – Patenschaft übernommen wurde, war bekannt, dass sie ein sportlich außergewöhnlich talentiertes Mädchen ist. Ihr war es gemeinsam mit Vater und Bruder gelungen, trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu Hause, dieses Talent weiter zu entwickeln, zu trainieren, dabei aber die Schule nicht zu vernachlässigen.
Eine beeindruckende Sammlung von Medaillen, Urkunden und Pokalen, die sie bei schulischen und regionalen leichtathletischen Lauf-Wettbewerben gewann, war Ausdruck ihres Talents und Siegeswillens.

Vorläufiger Höhepunkt ihrer bisherigen sportlichen Karriere waren nun die kürzlich stattgefundenen „All Island School Games 2025“ vom 10. bis 14. Oktober in Diyagama
(ca. 50 km südl. v. Colombo). Hierfür qualifizierten sich die besten SchülerInnen und Teams aus den nahezu 10.000 Schulen des Landes. Allein an den Leichtathletik-Wettbewerben nahmen in Diyagama 5.000 SchülerInnen teil.

Nimshis Spezialdisziplinen sind die 100m und 200m. Hier kam sie nach Vor- und Zwischenläufen im Finale tatsächlich vor allen anderen und noch dazu jeweils mit Bestzeit ins Ziel! Sie wurde damit schnellste Schülerin Sri Lankas in ihrer Altersgruppe!
Auch im Staffelrennen wurde sie mit ihren Teamkolleginnen Erste!

Diese erfolgreichen Tage waren ein unvergessliches Ereignis für Nimshi – Lohn und Bestätigung für ihren Fleiß, für ihren Ehrgeiz, für 6 Tage in der Woche jeweils 2-3 Stunden Training … Und dies unter schwierigen Bedingungen, denn es mangelt an entsprechender Ernährung, spezieller Ausrüstung, sportlich förderndem Know-how.
Gut nun, dass mit der Patenschaft ein paar Erleichterungen auch dafür verbunden sind.

Wir freuen uns jedenfalls mit Nimshi, gratulieren ihr und wünschen ihr noch viele solcher Tage, wie diese denkwürdigen im Oktober 2025!

Im Ward 25 – Jahresbericht 2024 zu Nimshi für den Paten heißt es abschließend u.a.: „… NIMSHI möchte einmal eine Spitzensportlerin werden und ihr Heimatland vertreten! Dies jedoch – und das betont sie ausdrücklich – ohne ihre schulische Ausbildung zu vernachlässigen! Sie möchte sich tatsächlich diesem großen Ziel widmen, indem sie beides – Schule und Sport – gleichermaßen mit Energie und Willenskraft verfolgt…“

Schon damals hatte es sich also abgezeichnet …

 



Frühstücksmilch – ein Geschenk von Freunden!

Alle Welt weiß wie wichtig Milch ist – und wie wenig selbstverständlich.
Für die meisten Schulkinder in Sri Lanka ist es absolut etwas Besonderes, sie zu bekommen. Stattdessen gibt es allenfalls nur Tee, eventuell Tee mit Milch aus Milchpulver-  oder eben gar nichts zum Frühstück. Viele Kinder kommen ganz ohne Frühstück in die Schule, weil es sich deren Familien zu Hause einfach nicht leisten können …

Ward 25 hat es sich daher seit Jahren zur besonderen Aufgabe gemacht, hier speziell gemeinsam mit den Partnerschulen Abhilfe zu schaffen.

Neueste Beispiele dafür sind die Ward 25 – Schulpartnerschaften zwischen der
Ernst-Reuter-Grundschule in Edermünde-Grifte und der kleinen Prathiba-School sowie zwischen der Grundschule im Drammetal (bei Göttingen) und der ebenso kleinen Balawala-School in Sri Lanka. Jahrelang war es dort möglich, regelmäßig zumindest ein Tee-Milch-Mischgetränk für die Kinder bereitzustellen. Allerdings musste dies erst in der Schule von Eltern zubereitet werden. Erhebliche Versorgungslücken und damit verbundene immense Preissteigerungen für Milchpulver sowie fehlende personelle Verfügbarkeiten führten letztlich zum zeitweisen Stopp des Projekts.

Jüngst bot sich jedoch die Möglichkeit, die Kinder beider Schulen ab sofort regelmäßig mit nahrhafter Trinkmilch zu versorgen. Hierzu muss man wissen, dass der Preis für einen Liter Milch in Sri Lanka derzeit etwa zwischen 500 und 600 LKR (1,40..1,70 EUR) liegt. Bei einem Monatseinkommen in ländlichen Gebieten von umgerechnet weniger als 200 Euro monatl. (!) ist Milch für die meisten Familien also schon „Luxus“.

Die Kinder beider Schulen in Sri Lanka konnten jedoch wie erwähnt seit Jahren auf die Hilfe ihrer Partnerschulen in Deutschland zählen, denn die erforderlichen finanziellen Mittel wurden und werden durch sie u.a. aus den Erlösen von Kuchenverkäufen, Schulfesten, Sponsorenläufen u.a. bereitgestellt.

Im September war es nun soweit – die erste Lieferung von Milch für beide Schulen kam in einem Kühlfahrzeug an – ein nicht sehr häufiger Anblick in Sri Lanka… Alle der jeweils 50 Schülerinnen und Schüler beider Grundschulen erhielten eine Trinkmilchpackung, es konnte sogar noch zwischen zwei Geschmacksrichtungen gewählt werden.

Unten ein paar Impressionen ….

Vielleicht „keine große Sache“ für uns hier… Aber – ganz sicher eine große Sache für die Kinder dort, für deren Eltern und auch für das Lehrpersonal!
Ein Tag, der im Gedächtnis bleibt und – der sich von nun an wöchentlich in beiden Schulen wiederholen wird! Dank der Freunde aus den Partnerschulen in Deutschland!

                                                                         
                                                                  Austeilen

                                                                         


 

                                                                      Genießen…




Einfach goldwert …







Diese Überschrift kommt einem in den Sinn, wenn man sich das obige Foto einer nagelneuen glänzenden Motorpumpe ansieht und – dazu die Hintergründe kennt…

Immer wieder hatte die Kithalangamuwa-School, Partnerschule des Gymnasiums am Silberkamp in Peine, Probleme mit der Wasserversorgung. Die Schule liegt auf einem Hügel und man ist auf Wasser aus einem Brunnen auf einem Tempelgelände am Fuße des Hügels angewiesen. Das Wasser musste bisher mit zwei Pumpen bis zur Schule hochbefördert werden, die jedoch immer wieder ausfielen. Das bedeutete, diese Schule mit fast 200 Kindern war dann oft ohne Wasser, ohne Wasser zum Trinken, ohne Wasser zum Händewaschen, ohne Wasser auf den Toiletten … Die Kinder brachten dann in Flaschen Wasser von zu Hause mit oder es wurden Nachbarn um Hilfe gebeten.

Irgendwann waren die Motorpumpen nicht mehr zu reparieren. Und eine neue besorgen?
So gut wie aussichtslos! Dazu muss man wissen, dass der Schulbetrieb in Sri Lanka eigenverantwortlich aufrechterhalten werden muss. Von den Gehältern abgesehen, müssen die Schulen selbst Mittel generieren, wie aus einem „Schulgeld“ (ca. 1 Euro pro Jahr und Kind), aus Schulgartenerlösen u.a.. Ansonsten sind die Schulen auf Spenden angewiesen!

Was lag also näher, als aus den Spendenmitteln der Partnerschule aus Deutschland Abhilfe zu schaffen! Es konnte eine neue, weit leistungsfähigere Motorpumpe gekauft werden, die den Einsatz einer zweiten Pumpe unnötig macht. Das Besorgen von Installationsmaterial sowie die Durchführung notwendiger Arbeiten wurden von Eltern übernommen.

Im Juni fand die Inbetriebnahme statt. Welchen Stellenwert sie hatte, kann man ahnen, wenn man sich unten die Impressionen von diesem großen Tag für die Schule betrachtet …

Eine große stimmungsvolle Feierstunde, die Enthüllung einer Erinnerungstafel, das erste Wasser nach längerer Zeit, Tänze, sogar priesterlicher Beistand,… All dies ein Ausdruck der dortigen Freude und Dankbarkeit!

Bei uns ist das in dieser Form wohl undenkbar, weil es an unseren Schulen eine Selbstverständlichkeit ist, jederzeit mit ausreichend Wasser versorgt zu sein.  Um so wichtiger ist es, uns immer mal wieder daran zu erinnern, dass es eben nicht überall so ist …


 

 

 

 

Dilusadee und Vater‘s Frisiersalon

Warum es die meisten Ward 25 – Patenschaften für Kinder gibt, die in „rural areas“, also in ländlichen Gegenden leben, lässt sich leicht beantworten: weil es die Menschen, die Familien, dort am schwersten haben. Die staatliche Unterstützung ist dort am geringsten, das Einkommen durch Arbeit auf den Reisfeldern, in Teeplantagen, im Kleinstgewerbe und durch Gelegenheitsjobs ist äußerst limitiert. Die Familien dort leben überwiegend unter miserablen Verhältnissen schlicht am Existenzminimum, übrigens an einem, das sich weit unter dem bewegt, wie wir es hier bei uns definieren …

Die kürzlich übernommene Patenschaft für die 11- jährige Dilusadee gewährt einen ganz typischen Einblick in diese von Armut und Entbehrungen geprägte Welt – fernab jeglicher städtischer oder gar touristischer Einflüsse.
Hier Dilusadees Zuhause – ein halbfertiges Haus in der Gegend von Balangoda, das den Großeltern gehört und das sie zusammen mit den Eltern und ihrer jüngeren Schwester bewohnt:


Der Vater Pradeep arbeitet allein in einem gemieteten kleinen Raum, einem Frisiersalon:


 

 

 

 

 



Die Preise liegen etwa zwischen 250 LKR für Kinder und 500 LKR für Damen, also umgerechnet zwischen 0,70 und 1,50 Euro. Meist kommen nur um die 5 Kunden am Tag, aber manchmal kommt auch niemand in den Salon, dann gibt es auch keinen Verdienst. So sind es denn im Monat gerade so um die 30.000 LKR (umgerechnet 90 Euro), die der Vater aufbringen kann, um die Familie zu ernähren. Sofern es Gelegenheit gibt, verdienen er und seine Frau Manori noch etwas Geld mit Teepflücken hinzu.

Wie auch immer – allein diese Hintergründe geben uns eine Ahnung vom dortigen täglichen Existenzkampf unter schweren Bedingungen. Sie zeigen aber auch, welch wichtigen Beitrag Patenschaften leisten. Denn, wie bei der Ward 25 – Patenschaft für Dilusadee, werden damit nicht nur ihre nötigen Ausgaben gedeckt, sondern sie bedeuten gleichzeitig immer auch eine Entlastung des knapp bemessenen Familienbudgets!

Wer bei anderen Familien durch eine Patenschaft ebenfalls dazu beitragen möchte,
ist herzlich eingeladen!

„Lauter-Technik“ für Schulen

Was hierzulande an Schulen unverzichtbar ist – sich durch eine technikverstärkte Akustik bei Veranstaltungen jeglicher Art verständlich zu machen, zu informieren, musikalisch zu begleiten – ist in Sri Lanka keine Selbstverständlichkeit. Lautsprecher, Lautsprecheranlagen, Soundsysteme u.ä., selbst Mikrofone, gehören – speziell in den abgelegenen ländlichen Gebieten – zur „gehobenen Ausstattung“. Es fehlt verbreitet einfach an Mitteln, selbst einfache Technik zu beschaffen. Oft muss ein Handy – auf LAUT gestellt – genügen, bestenfalls kann man sich einen Lautsprecher von einer Nachbarschule ausleihen. Wiedergabe und Tonqualität sind entsprechend mäßig und zudem störanfällig. Hinzu kommen nicht selten Netzprobleme in der Region.

Dass in all den Jahren unseres Bestehens immer wieder Schulen an Ward 25 mit dem Wunsch herangetreten sind, sie in dieser Beziehung zu unterstützen, wundert daher nicht. Gern wurde bisher diesem Wunsch entsprochen, denn es handelt sich dabei nun mal um äußerst hilfreiches und nützliches Equipment, das einfach an jede Schule gehört.

Jüngst waren es die Balawala – und die Prathiba-Schule, zwei Grundschulen in der Region Pannala, etwa 70 km nordöstlich von Colombo, beide sind durch eine Schulpartnerschaft mit Grundschulen in Deutschland verbunden* . Beide erhielten Anfang April 2025 jeweils eine komplette leistungsfähige Lautsprecheranlage mit Zubehör. Maßgeblich wurde dies durch Spendenmittel der Partnerschulen in Deutschland möglich, die überwiegend durch Einnahmen aus Sponsorenläufen und Kuchenverkäufen bereitgestellt wurden.

Für die beiden kleinen Schulen in Sri Lanka war es ein „Großereignis“, die Anlagen zu erhalten,
sie auszuprobieren, sie erstmalig für Veranstaltungen, aber auch für den Tanz-Unterricht
(in Sri Lanka Schulfach!) zu nutzen. Wie die Spenden angenommen wurden? 
                                            Natürlich mit „Lauter Freude“! 😉

* Grundschule im Drammetal (Dramfeld b. Göttingen),
  Ernst-Reuter Grundschule Edermünde-Grifte


Besuch bei meinem Patenkind

Mit der Übernahme der Patenschaft für die damals 10-jährige Dilmini in 2024 entstand bei mir gleichzeitig der Wunsch, sie einmal selbst in ihrem Zuhause besuchen zu können. Schon im Februar 2025 bot sich diese Chance anlässlich einer weiteren Reise nach Sri Lanka. Dank der Unterstützung von Ward 25 in Sri Lanka kam dieses Treffen problemlos zustande, davon möchte ich erzählen:

     Nirosha Akmeemana von der Ward 25 Group, ein Fahrer und ich starteten früh morgens von meinem Resort aus. Vor uns lag eine Fahrt von ca.4 Stunden für 130km. Die letzten Meter mussten wir allerdings etwas beschwerlich zu Fuß zurücklegen, da Dilminis Zuhause mitten in einer abgelegenen hügeligen und dicht bewaldeten Gegend liegt. 

Meine Vorfreude war riesig und endlich erreichten wir das Haus. Der Empfang war überwältigend. Dilmini begrüßte mich freudig, aber auch noch etwas scheu, ebenso die Eltern, die Geschwister und noch einige Verwandte und Nachbarn, die uns aus einiger Entfernung interessiert beobachteten. Ich nahm es sofort wahr: Ein einfaches Leben, aber Herzlichkeit, Freude und Offenheit aller, die sich hier versammelt hatten. Dilmini nahm mich dann schnell an die Hand und strahlte. Alle schauten mich freundlich an, ich war willkommen! Nirosha dolmetschte, wir wurden mit süßem Gebäck, Obst und Getränken verwöhnt.
Ich war tief berührt und glücklich. Ich durfte mich im Haus umsehen:
2 Räume für 5 Personen, ein Bett, ein Tisch und einige Plastikstühle, kaum sonstiges Mobiliar, kahle Wände, eine Feuerstelle zum Kochen am Haus, aus einer grün bewachsenen Wand floss Wasser aus einem Schlauch, darunter 3 Fliesen, offensichtlich die „Dusche“…
All diese Bedürftigkeit zu sehen, machte mich nachdenklich.

Ich konnte auf dem Handy meine Familie und andere Bilder aus meinem Leben zeigen… (blonde) Enkel, Schnee, mein Zuhause u.v.m., alle waren sehr interessiert und beeindruckt. Es vergingen zwei Stunden wie im Flug. Gerne hätte ich mehr fotografiert.

Beim Abschied wurden wir mit vielen kleinen meist selbstgebastelten Geschenken entlassen und mit Dilmini an der Hand ging ich zurück zum Auto.

Ein Besuch, den ich nie vergessen werde. Spät abends schrieb mir Nirosha:
„Du hast sie alle glücklich gemacht“…
                                                      
                                               Maria Koch, Ward 25 – Patin

Der „Annual Trip 2025“ – eine Bildergeschichte

Nach den im vorangegangenen Beitrag beschriebenen umfangreichen Vorbereitungen war es für die Ward 25-Patenkinder endlich wieder soweit:  Am Morgen des 31. Januar 2025 hatten sie sich in Colombo – bis dahin meist noch von ihren Müttern begleitet – für den „Annual Trip 2025“, das Patenkindertreffen 2025, nahezu vollzählig versammelt. Manche waren bereits früh um 3 Uhr von ihren Heimatorten aus gestartet! Der Bus stand bereit, es konnte losgehen!

 

 

 

 

 

 

 

Und tatsächlich – gleich im Bus „ging es los“: bei heißen meist Bollywood-Rhythmen und Sri Lanka-Hits wurde „traditionell“ der Mittelgang zur Tanzdiele…Eine Freude für unsere Kinder und Jugendlichen und eine Freude, sie dabei zu beobachten und mit zu klatschen…

 

 


 

Das Hotel gehörte diesmal zweifellos zu den besseren – mit allem nötigen Komfort, auf einem Berg, mit schöner Aussicht, umwaldet, mit großem Saal, Swimmingpool,  Wie stets bildeten die drei Mahlzeiten des Tages mit reichhaltigem Buffet einen Höhepunkt im Zusammensein mit den anderen. Untereinander gab es immer eine Menge zu erzählen…

Am ersten Tag wurde mit einem kleinen Spaziergang die nähere Gegend erkundet.

 

 

 

 


Kleine Gesellschaftsspiele a la „Reise nach Jerusalem“, Spaß mit Luftballons u.a. sorgten durchgängig für Heiterkeit und Ausgelassenheit.

 

 

 

 

 



Im alljährlichen Programm – die abendlichen künstlerischen Präsentationen aller Teilnehmer, extra einstudierte Tänze und Lieder. Immer wieder schön und beeindruckend! Gleichzeitig zu bewundern die vorausgegangenen Mühen, auch die verschiedenen phantasievollen Kostüme, die meist zu Hause angefertigt wurden oder die man sich hierfür ausgeliehen hatte.

 

 

 

 

 

 

 

Was wäre ein Ward25 – Patenkindertreffen ohne Spaß im Swimmingpool !?
Hier erübrigt sich jeder Kommentar – einfach pure Freude!

Abschließend gab es die Preise für die Spielegewinner gefolgt von der feierlichen Übergabe der Patengeschenke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle, die dabei waren, werden überall davon erzählen, sie werden dieses Wochenende nicht vergessen! Danke an alle Spender, an die Ward 25 Group in Sri Lanka, an alle, die dazu beigetragen haben!!

Solange es irgend geht, wird dieses jährliche absolute Highlight weiter ein „Markenzeichen“ von Ward 25 bleiben. Wer es zusätzlich unterstützen möchte, wer selbst einmal daran teilnehmen will, ist herzlich eingeladen!!